Hier finden Sie Informationen über Therapien, die bei einer leichten kognitiven Störung (MCI) angeboten werden können. Ergänzend verweisen wir auf die präventiven Maßnahmen, die sich über die Zeitspanne des Alzheimer-Kontinuum fortsetzen.
Nicht-medikamentöse Therapien
Die kognitiven Verfahren und die körperliche Aktivierung haben zum Ziel die kognitiven Fähigkeiten zu erhalten und Alltagsfunktionen zu fördern.
Antidementive Therapien
Antidementive Therapien (z.B. Acetylcholinesterasehemmer, Memantin) sind im MCI-Stadium der Alzheimer Krankheit nicht zugelassen.
Krankheitsmodifizierende Immuntherapien
Lecanemab und Donanemab wurden 2025 als erste Amyloid-β-Antikörper zur Behandlung der frühen Alzheimer-Krankheit unter Auflagen in Europa zugelassen.1,2 Sie eröffnen die Perspektive einer ursächlich wirksamen, verlaufsmodifizierenden Therapie bei Patientinnen und Patienten mit leichter kognitiver Störung oder leichter Demenz aufgrund einer Alzheimer-Krankheit und nachgewiesener Amyloid-β-Pathologie. Aufgrund des Risikos amyloidbedingter Bildgebungsanomalien (ARIA) ist eine sorgfältige Überwachung erforderlich.
Die S3-Leitlinien Demenzen schlagen vor (⇑), diese Therapien nach sorgfältiger Aufklärung über Nutzen, Risiken und Alternativen bei geeigneten Patientinnen und Patienten einzusetzen.3 Voraussetzungen sind der Nachweis einer amyloiden Pathologie, ein APOE-ε4-heterozygoter Status oder das Fehlen eines APOE-ε4-Allels sowie die Einbettung der Behandlung in einen umfassenden medizinischen und psychosozialen Behandlungsplan. Die Evidenz wurde als moderat (⊕⊕⊕⊝) bewertet.3
Nicht-Invasive Neuromodulation
Hier finden Sie kurze Zusammenfassungen zur Evidenz von Methoden der nicht-invasiven Neuromodulation. Sie sind nicht Teil der Regelversorgung, werden aber in einigen Zentren in Deutschland angeboten. Patienten müssen in der Regel die Therapiekosten selbst tragen.