Skalen und andere Messinstrumente sind oft urheberrechtlich geschützt. Ferner sind nicht alle erwähnten Skalen im Internet auffindbar. Verfügbare Links werden jeweils angegeben.
Kognitive Kurztests (Diagnostik)
MoCa – Montreal Cognitive Assessment
Der Montreal Cognitive Assessment (MoCA) wurde als schnelles Screening-Instrument für leichte kognitive Funktionsstörungen entwickelt.1 Es bewertet verschiedene kognitive Bereiche: Kurzzeitgedächtnis, visuospatiale Fähigkeiten, exekutive Funktionen, Aufmerksamkeit, Konzentration und Arbeitsgedächtnis, Sprache, Orientierung in Bezug auf Zeit und Ort.
Der Test ist frei verfügbar, es gibt ihn sowohl als Papier wie auch als online-Version und in verschiedene Versionen um den Lerneffekt bei wiederholter Anwendung zu reduzieren. Ferner bietet die Webseite in mehreren Sprachen, darunter Deutsch, ein 1-stündiges online-Training inklusive Zertifizierung an. In der klinischen Praxis wird MoCA von Hausärzten und Fachärzten, Krankenschwestern, Beschäftigungstherapeuten, Logopäden, Psychologen, Forscher und anderen Kliniker genutzt. Der Test wurde in zahlreichen Studien eingesetzt.
Die Durchführung des MoCA dauert etwa 10-15 Minuten. Die mögliche Gesamtpunktzahl beträgt 30 Punkte; ein Wert von 26 oder mehr gilt als normal.1 Ein Wert unter 26 Punkten deutet auf kognitive Defizite hin.1
MoCa Test
Maximale Gesamtpunktzahl: 30 Punkte
- kognitive Defizite < 26 Punkte
Der Test sollte von einer sorgfältig geschulten Person durchgeführt werden.
Link
- MoCa (Kanadische Webseite, Zugang zu den verfügbaren Sprachversionen / online-Schulung auf Deutsch)
MMST – Mini-Mental-Status-Test
Der Mini-Mental-Status-Test (MMST) ist ein international etabliertes und häufig eingesetztes Instrument zur Beurteilung des mentalen Status. Der Test umfasst 30 Fragen und Aufgaben, die fünf verschiedene Bereiche der kognitiven Funktion bewerten: Orientierung, Merkfähigkeit, Aufmerksamkeit und Rechenfähigkeit, Erinnerungsfähigkeit und Sprache.1,2
Der MMST dauert 10 bis 15 Minuten. Die mögliche Gesamtpunktzahl beträgt 30 Punkte (1 Punkt pro Frage/Aufgabe). Bei der Auswertung ist zu beachten, dass die Form der Demenz einen Einfluss auf die MMST-Ergebnisse hat, z.B. ist der MMST-Wert bei aphasischer Symptomatik deutlich niedriger als bei amnestischer Symptomatik bei ähnlicher Schwere des Demenzsyndroms.1
Die folgende MMST-Einteilung ist nur als Orientierung für den Schweregrad der Demenz zu verstehen:1
Mini-Mental-Status-Test (MMST)
Maximale Gesamtpunktzahl: 30 Punkte
- leichte Demenz 20 – 26 Punkte
- mittelschwere Demenz 10 – 19 Punkte
- schwere Demenz 0 – 9 Punkte
Der Test sollte von einer sorgfältig geschulten Person durchgeführt werden.
DemTect – Demenz-Detektion Test
Der DemTect wurde in Deutschland entwickelt und gilt als zuverlässiges Screening-Verfahren kognitive Defizite frühzeitig zu erkennen.1 Der Test besteht aus den fünf Subtests: Wortliste, Zahlen umwandeln, semantische Wortflüssigkeit, Zahlenspanne rückwärts und verzögerter Abruf. Fünf kognitive Bereiche werden beurteilt: verbales Gedächtnis, Wortflüssigkeit, intellektuelle Flexibilität und Aufmerksamkeit. Für Wiederholungsmessungen liegt eine parallele Testversion vor.2
Die Durchführung braucht ungefähr 5-10 Minuten. Am Schluss erhalten alle Teilergebnisse aus den fünf Subtests anhand einer Umrechnungstabelle einen entsprechenden Punktewert. Diese fünf Punktwerte werden zum Gesamtergebnis addiert (maximum: 18).
Daraus resultiert eine Einschätzung auf die altersgemäße kognitive Leistungsfähigkeit des Patienten:3
Demenz-Detektion Test (DemTect)
Maximale Gesamtpunktzahl: 18 Punkte
- altersgemäße kognitive Leistung 13 – 18 Punkte
- leichte kognitive Beeinträchtigung 9 – 12 Punkte
- Demenzverdacht 0 – 8 Punkte
Der Test sollte von einer sorgfältig geschulten Person durchgeführt werden. Er eignet sich nicht für Personen unter 40 Jahren.3 Beim DemTect fehlt die Evaluation der visuell-konstruktiven Fähigkeiten. Als Ergänzung wurde beispielsweise der Uhrentest vorgeschlagen.4
Information zum Uhrentest
Beim Uhrentest wird dem Probanden ein Blatt Papier mit einem vorgedruckten Kreis gegeben. In diesem Kreis soll er eine Uhr mit allen Zahlen und Zeigern zeichnen und eine vorgegebene Uhrzeit (z.B. „10 nach 11“) eintragen. Es gibt zahlreiche Varianten des Uhrentests, die in der Regel nach den Wissenschaftlern benannt sind, welche diese entwickelt, getestet und vorgeschlagen haben (Shulman, Sunderland, Watson).1 Sie unterscheiden sich leicht bei der Aufgabenstellung und der Auswertung. Eine Zusammenstellung der verschiedenen Varianten und ihre Auswertungen gibt es auf der Website www.pflege.de.
Bei der Auswertung des Uhrentests wird beurteilt, ob alle Ziffern und die beiden Zeiger an der korrekten Position stehen und ob die Abstände zwischen den Zahlen annähernd gleich und die Ziffern deutlich lesbar sind.1,2
- Je fortgeschrittener eine Demenz, desto schwieriger gestaltet sich der Uhrentest für die Betroffenen: Die gezeichnete Uhr wird immer unkenntlicher, die Ziffern und Zeiger werden falsch eingezeichnet oder fehlen sogar. Bei schwerer Demenz machen viele Patienten gar keine Versuche mehr, eine Uhr zu zeichnen. Manche schreiben stattdessen Wörter oder ihren Namen auf das Papier.2
- Das Ergebnis beim Uhrentest nach Shulman (1993) wird auf einer Skala von „1“ (perfekt) bis „6“ (keine Darstellung einer Uhr) bewertet.2
Der Versorgungsleitfaden weist auf den Uhrentest nach Shulman im Rahmen der orientierenden neuropsychologischen/neurologischen Untersuchungen für Hinweise auf die visuokonstruktiven Fähigkeiten des Patienten.3
Wichtig: Der Uhrentest allein erreicht nicht die diagnostische Genauigkeit eines gedächtnisbasierten Tests.4,5
Ausführliche neuropsychologische Testung (Diagnostik)
Ausführliche neuropsychologische Testung (Diagnostik)
Mit einem kognitiven Kurztest werden ca. 80% der leichten kognitiven Störung oder Demenzen erfasst, die restlichen 20% der leichten kognitiven Störung oder Demenzen bleiben unerkannt und zwar unabhängig davon, ob der Test beim Hausarzt, im Krankenhaus oder in einem anderen Umfeld durchgeführt wurde.1,2
Besonders in Fällen von leichter oder fraglicher Demenz, bei seltenen Demenzformen oder atypischen Varianten können kognitive Kurztests unzureichend sein, da sie Deckeneffekte aufweisen bzw. relevante kognitive Funktionen nicht ausreichend abbilden.
Eine ausführliche neuropsychologische Untersuchung leistet deshalb bei einem klinisch nicht eindeutigen Befund, im frühen Stadium einer Alzheimer Erkrankung einen wesentlichen Beitrag zur Diagnosestellung.
Eine ausführliche neuropsychologische Untersuchung dient auch zur ätiologischen Zuordnung eines Demenzsyndrom.1
Mehrere demenzspezifische Testbatterien sind verfügbar.
- Die Deutschen Demenzambulanzen setzen häufig den CERAD-plus (Consortium to Establish a Registry for Alzheimer’s Disease) ein.1,3
Weitere Test
- NAI – Nürnberger Altersinventar
- RBANS – Repeatable Battery for the Assessment of Neuropsychological Status
- ADAS-cog – Alzheimer`s Disease Assessment Scale-cognitive subscale 1
Depressionsskalen (Differentialdiagnostik)
BDI-II – Beck-Depressions Inventar Version II
Das Beck-Depressions-Inventar, kurz BDI, ist ein validiertes, psychologisches Testverfahren, das die Schwere depressiver Symptome erfasst. In Form eines Fragebogens gibt der Patient selbst an, wie er sich im Verlauf der letzten zwei Woche gefühlt hat. Der Fragebogen der revidierten Version (BDI-II) umfasst 21 Symptome der Depression mit jeweils vier vorgegeben Aussagen. Der Patient wählt pro Frage diejenige Aussage aus, die am besten beschreibt wie er sich in den vergangenen beiden Wochen gefühlt hat. Validiert ist das Testverfahren für Jugendliche ab 13 Jahren und Erwachsene, die Durchführung dauert etwa 5 – 10 Minuten.1
Die Schwellenwerte sind wie folgt definiert: 2
BDI-II – Beck-Depressions Inventar Version II
21 Items, 0-63 Punkte:
- Keine Depression bzw. klinisch unauffällig oder remittiert < 14 Punkte
- leichtes depressives Syndrom 14-19 Punkte
- mittelgradiges depressives Syndrom 20-28 Punkte
- schweres depressives Syndrom 29-63 Punkte
GDS – Geriatrische Depressionsskala
Die Geriatrische Depressionsskala (GDS) gilt als verlässliches und valides Messinstrument um depressive Störungen bei älteren Menschen zu erfassen.1 Die geriatrische Depressionsskala besteht aus 15 Fragen, die aus einem ursprünglich 100 Fragen umfassenden Katalog entwickelt wurden und jeweils mit «Ja» und «Nein» beantwortet werden können. Der Fragebogen kann entweder in Interviewform oder auch durch den Patienten selbst ausgefüllt werden. Wichtig ist es, den Patienten darauf hinzuweisen, dass sich die Fragen auf die letzte Woche beziehen und es keine richtigen oder falschen Antworten gibt.2
Der Schwellenwert ist wie folgt definiert:3
Geriatrische Depressionsskala (GDS)
15 Items, Score 0–15:
- klinisch unauffällig: 0-5 Punkte
- depressive Störung wahrscheinlich: ≥ 6 Punkte
Bewertungsskalen für die Alzheimer-Krankheit
ADAS – Alzheimer’s Disease Assessment Scale
(inkl. Varianten ADAS-Cog-11/13/14)
Die Bewertungsskala für die Alzheimer-Krankheit (ADAS) wurde ursprünglich als Skala zur Bewertung des Schweregrads kognitiver und nichtkognitiver Dysfunktion von leichter bis schwerer Alzheimer Demenz entwickelt. 1
Entsprechend umfasst die ADAS zwei Unterskalen:
- ADAS-Cog – für Bewertung der Kognition
- ADAS-Noncog – zur Erfassung von Stimmungslage und Verhaltensänderungen*
*Der ADAS-Noncog wird nicht häufig verwendet.
Der ADAS-Cog umfasste ursprünglich 11 Aufgaben (ADAS-Cog-11). Die Skala beinhaltet einerseits Aufgaben, die vom Probanden zu beantworten sind und andererseits beobachterbasierte Bewertungen. In frühen/milden Stadien der Alzheimer Erkrankung ist der ADAS-Cog-11 jedoch wegen Deckeneffekten (ceiling effects) wenig aussagekräftig.
Um dem entgegenzuwirken wurden modifizierte Versionen mit zusätzlichen Aufgaben wie beispielsweise der ADAS-Cog-13 (Score Range 0-85) oder der ADAS-Cog-14 (Score Range 0-90) entwickelt. In diesen Tests impliziert ein höherer Score eine stärkere Beeinträchtigung.1
Link
Der Test ist urheberrechtlich geschützt und kostenpflichtig.
ADCOMS – Alzheimer’s Disease Composite Score
Der Alzheimer’s Disease Composite Score (ADCOMS) wurde als umfassendes zusammengesetztes klinisches Instrument für Studien im Prodromalstadium und bei leichter Alzheimer-Demenz entwickelt.1
Kognitive und funktionelle Items von folgenden drei häufig verwendeten Alzheimer-Skalen wurden im ADCOMS kombiniert:
- ADAS-cog – Alzheimer’s Disease Assessment Scale – cognitive subscale
- MMST – Mini-Mental Status Test
- CDR-SB – Clinical Dementia Rating-Sum of Boxes
Bei Probanden im Frühstadium der Alzheimer-Demenz hat sich gezeigt, dass die Kombination ausgewählter Items aus diesen Skalen, im Vergleich zu den einzelnen Skalen, eine verbesserte Sensitivität für die Messung von Veränderungen und Interventionseffekten im Zeitverlauf aufweist.
Der Scorebereich beträgt 0-1,97 wobei ein höherer Score eine stärkere Beeinträchtigung impliziert.1
Link
- ADCOMS (keinen Link gefunden)
ADCS-ADL – Alzheimer’s Disease Cooperative Study – Activities of Daily Living
(inkl. Varianten ADCS-iADL und ADCS-ADL-MCI)
Bei allen Krankheitszuständen, einschließlich Alzheimer, wird die funktionelle Fähigkeit in der Regel anhand der Aktivitäten des täglichen Lebens (ADLs = activity of daily living) beschrieben und beurteilt. Den ADL liegen zwei weit gefasste konzeptionelle Kategorien zugrunde:
- grundlegende Selbstversorgungsaufgaben (BADLs = basic activities of daily living)
- Zu den grundlegenden Selbstversorgungsaufgaben zählen Ernährung, Mobilität, Toilettengang, Baden, Körperpflege und Ankleiden. Sie betreffen kulturunabhängig alle Probanden, daher gilt ihre Messung als relativ einfach.
- instrumentelle Aktivitäten des täglichen Lebens (iADLs = instrumental activities of daily living)
- Die Messung und Konzeptualisierung von iADLs ist komplexer. Dies aufgrund des Einflusses kultureller Normen und Geschlechterrollen, die einen Einfluss darauf haben, welche Aufgaben von einer Person überhaupt durchgeführt werden. Entsprechend umfassen Skalen zur Messung von iADLs in der Regel ein breites Spektrum an Aktivitäten.1,2
Activities of Daily Living Scale (ADCS-ADL)
Wurde speziell für die Verwendung bei Menschen mit Alzheimer-Demenz entwickelt. Das Inventar umfasst 23 Items und wurde als Fragebogen mit Leistungsbeschreibungen als Grundlage für die Bewertung entwickelt. Die Beurteilung des Probanden erfolgt durch die betreuende Person und bezieht sich auf die letzten vier Wochen vor der Evaluation.
Scorebereich 0-78 Punkte*
ADCS-iADL
bewertet die komplexeren Fähigkeiten, die für ein erfolgreiches unabhängiges Leben erforderlich sind (Items 6a und 7-23):
- Einkaufen
- Einhalten von Terminen
- Reisen außerhalb des Hauses
- das Zubereiten einer Mahlzeit oder eines Snacks
- Lesen und Schreiben
Diese iADLs sind bei früher Alzheimer-Erkrankung häufig beeinträchtigt.
Scorebereich 0-59 Punkte*
ADCS-ADL-MCI
wurde ebenfalls vom ADCS-ADL abgeleitet und so angepasst, dass er für Patienten mit milden kognitiven Störungen (mild cognitive imparment, MCI) geeignet ist.
- ADCS-ADL-MCI (ursprünglich) 18 Items
- Scorebereich: 0-53 Punkte*
- ADCS-ADL-MCI (überarbeitet) 24 Items
- 6 zusätzliche Items und gilt als besser an die MCI-Population angepasst.4
- Scorebereich: 0-69 Punkte*
- *niedrigere Werte zeigen eine größere Beeinträchtigung an
Links
- ADCS-ADL, ADCS-iADL, ADCS-ADL-MCI (Deutsche Versionen – keine Links gefunden)
- ADCS (Amerikanische Webseite)
CDR – Clinical Dementia Rating
(inkl. Varianten CDR-GS und CDR-SB)
Die Clinical Dementia Rating (CDR)-Skala wurde ursprünglich als Instrument zur Einstufung des Schweregrads einer Demenz in keine, fraglich, leicht, mittelschwer oder schwer entwickelt.1 Beobachter bewerten den Schweregrad der Symptome in sechs Bereichen nach einem halbstrukturierten Interview mit der betroffenen Person und einem zuverlässigen Informanten oder einer zusätzlichen Quelle (z. B. Angehöriger).
Evaluiert werden:
- drei kognitive Bereiche: Gedächtnis, Orientierung, Urteilsvermögen und Problemlösung und
- drei funktionale Bereiche: Gemeinschaftsangelegenheiten, Haushalt und Hobbys sowie persönliche Pflege
Der Grad der Beeinträchtigung wird wie folgt eingeteilt
CDR – Clinical Dementia Rating
- 0: Keine
- 0,5: Fragwürdig*
- 1: Mild
- 2: Mäßig
- 3: Schwer
*im Bereich persönliche Pflege nicht vorhanden
CDR-GS – CDR-Global-Score
- 0: Keine
- 1: Mild
- 2: Mäßig
- 3: Schwer
Bestimmt das Demenzstadium.
CDR-SB – CDR-Sum of Boxes
Scorebereich 0-78 Punkte*
kontinuierliches Maß für den Schweregrad der Demenz. Gibt Hinweise über Veränderungen innerhalb und zwischen bestimmten Demenzstadien.
*ein höherer Score impliziert stärkere Beeinträchtigung.1
Links
- CDR, CDR-GS, CDR-SB (Deutsche Versionen – keine Links gefunden)
- CDR (Amerikanische Webseite)
Der Test ist urheberrechtlich geschützt.
CERAD – Consortium to Establish a Registry for Alzheimer’s Disease (inkl. CERAD-plus)
Das „Consortium to Establish a Registry for Alzheimer’s Disease“, kurz: CERAD, wurde 1986 in den USA vom „National Institute of Aging“ ins Leben gerufen, um standardisierte, validierbare Maßstäbe zur Bewertung der Alzheimer-Demenz-Krankheit zu entwickeln.1 Die autorisierte deutschsprachige Version der CERAD wurde durch zwei zusätzliche Tests zum CERAD-Plus erweitert. Die zusätzlichen Tests erlauben eine bessere Befunderhebung bei subkortikalen Störungen.2
Die CERAD Testbatterie besteht aus folgenden Tests:
- Verbale Flüssigkeit (Tiere)
- Boston Naming Test (15 Items)
- Mini Mental Status Examination
- Wortliste Lernen, Abrufen, Wiedererkennen
- Figuren Abzeichnen, Abrufen
Bei der CERAD plus kommen folgende zwei Tests hinzu:
- Trail Making Test A und B
- Phonematische Flüssigkeit (S-Wörter)
Links
Fachpersonen können die Testbatterie entweder als gedruckte Testunterlagen bestellen oder als pdf-Dateien bei CERAD-Plus Online herunterladen.
iADRS – Integrated Alzheimer Disease Rating Scale
Die integrierte Alzheimer-Bewertungsskala (iADRS) kombiniert die Ergebnisse von folgenden zwei weithin anerkannten Messinstrumenten: 1
- Alzheimer-Bewertungsskala – kognitive Unterskala (ADAS-Cog-13)
- Alzheimer’s Disease Cooperative Study – instrumental Activities of Daily Living (ADCS-iADL).
Die beiden Bewertungsskalen sind separat beschrieben, da im ADAS-Cog13 schlechtere Ergebnisse durch höhere Punktzahlen und im ADCS-iADL durch niedrigere Punktzahlen angezeigt werden, wird zur Berechnung des iADRS der ADAS-Cog13-Score mit -1 multipliziert. Somit zeigen niedrigere iADRS-Scores eine größere Beeinträchtigung an. iADRS-Scores reichen von von 0 bis 144.1
MMST – Mini-Mental-Status-Test
Der Mini-Mental-Status-Test (MMST) ist ein international etabliertes und häufig eingesetztes Instrument zur Beurteilung des mentalen Status. Der Test umfasst 30 Fragen und Aufgaben, die fünf verschiedene Bereiche der kognitiven Funktion bewerten: Orientierung, Merkfähigkeit, Aufmerksamkeit und Rechenfähigkeit, Erinnerungsfähigkeit und Sprache.1,2
Der MMST dauert 10 bis 15 Minuten. Die mögliche Gesamtpunktzahl beträgt 30 Punkte (1 Punkt pro Frage/Aufgabe). Bei der Auswertung ist zu beachten, dass die Form der Demenz einen Einfluss auf die MMST-Ergebnisse hat, z.B. ist der MMST-Wert bei aphasischer Symptomatik deutlich niedriger als bei amnestischer Symptomatik bei ähnlicher Schwere des Demenzsyndroms.1
Die folgende MMST-Einteilung ist nur als Orientierung für den Schweregrad der Demenz zu verstehen:1
Mini-Mental-Status-Test (MMST)
Maximale Gesamtpunktzahl: 30 Punkte
- leichte Demenz 20 – 26 Punkte
- mittelschwere Demenz 10 – 19 Punkte
- schwere Demenz 0 – 9 Punkte
Der Test sollte von einer sorgfältig geschulten Person durchgeführt werden.
WMS – Wechsler Memory Scale IV-Logical Memory II
Die Wechsler-Gedächtnisskala (WMS) ist ein neurokognitives Bewertungsinstrument. Der ursprüngliche WMS wurde 1945 eingeführt und hat mehrere Überarbeitungen erfahren.1
Die vierte Version des WMS bietet eine erweiterte Normierung (16–90 Jahre) sowie eine zusätzliche Version für ältere Erwachsene (65–90 Jahre). Ferner wurde die Anwendbarkeit und Auswertung im Hinblick auf die Bedürfnisse des klinischen Alltags vereinfacht.
Der WMS-IV enthält 12 Untertests, die den fünf Indizes Auditives Gedächtnis, Visuelles Gedächtnis, Visuelles Arbeitsgedächtnis, Unmittelbare Wiedergabe und Verzögerter Wiedergabe zugeordnet werden können, sowie ein kognitives Kurzscreening zur Überprüfung des allgemeinen kognitiven Niveaus.2