ApoE – Apolipoprotein E

  • Das ε4-Allel von ApoE wird mit einem erhöhten Alzheimer-Risiko assoziiert.1
  • Das Risiko an Alzheimer zu erkranken erhöht sich mit der Anzahl ApoE-ε4-Allelen.2
  • Nicht empfohlen wird eine ApoE-Genotypisierung in der Diagnostik/ Differenzialdiagnostik oder für prognostische Fragestellungen.1
  • Die Aussagekraft der ApoE-Genotypisierung wurde als zu gering und entsprechend ohne Nutzen für die Betroffenen beurteilt.1
  • Studien zeigten, dass Amyloid-bedingte Bildgebungsanomalien (ARIA) bei ApoE-ε4-Homozygoten häufiger und schwerer waren als bei Heterozygoten und Nicht-Trägern.3,4
  • Die Arbeitsgruppe geht davon aus, dass sich diese Auswertungen betreffend ARIA-Risiko in den Deutschen Fachinformationen widerspiegeln werden.
  • In England, beispielsweise, sind Donanemab und Lecanemab ausschließlich für ApoE-ε4-Heterozygote und Nicht-Trägern zugelassen, jedoch nicht für ApoE-ε4-Homozygote.3,4
  1. DGN e. V. & DGPPN e. V. (Hrsg.) S3-Leitlinie Demenzen, Version 5.0, 28.02.2025, verfügbar unter: https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/038-013, Zugriff am 13.03.2025.
  2. Yamazaki Y, Zhao N, Caulfield TR, Liu CC, Bu G. Apolipoprotein E and Alzheimer disease: pathobiology and targeting strategies. Nat Rev Neurol. 2019;15(9):501-518. doi:10.1038/s41582-019-0228-7
  3. Kisunla™ (donanemab). UK Summary of Product Characteristics. Ely Lilly. 10/2024
  4. Leqembi® (lecanemab). UK Summary of Product Characteristics. Eisai 8/2024

Verantwortliche für das Kapitel:

  • Prof. Dr. med. Martin Südmeyer
  • Prof. Dr. med. Thomas Duning

Redaktion:

  • Dr. Martina B. Sintzel