Leitfaden: Strukturierte Fremdanamnese

Dieser exemplarische Gesprächsleitfaden soll im Gespräch mit Angehörigen eine Orientierungshilfe bieten. Gerne können Sie sich diesen hier direkt ausdrucken:

Bei Hinweisen auf kognitive Störungen und/oder Verhaltensänderungen – Ziehen Sie eine strukturierte Angehörigenbefragung in Betracht.1

Bitten Sie hierzu den Patienten um die Einwilligung die Angehörigen zu befragen.

Erfassung von kognitiven Einschränkungen – Angehörigenbefragung

Sprechen Sie die Angehörigen konkret auf folgende Punkte an: 2

  • Was war das 1. Symptom, welches Ihnen bei Ihrem Angehörigen aufgefallen ist?
    • Fragen Sie nach einem konkreten kognitiven Defizitereignis
  • Fragen Sie gezielt und konkret nach Alltagsrelevanz, z.B.
    • Selbständige Versorgung möglich?
      • Falls nein: Wo konkret wird Hilfe benötigt?
    • Zurechtfinden im Urlaub / in fremder Umgebung
      • Sicher / Unsicher im vgl. zu früher?
    • Umgang mit Bankkarte?
      • Sicher / unsicher im vgl. zu früher?
    • Autofahren
      • Nicht wiedergefunden beim Parken?
      • Verfahren und musste anrufen?
      • Bagatellunfälle?
  1. DGN e. V. & DGPPN e. V. (Hrsg.) S3-Leitlinie Demenzen, Version 5.0, 28.02.2025, verfügbar unter: https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/038-013, Zugriff am 13.03.2025.
  2. Projekt-Arbeitsgruppe Alzheimer Qualitätshandbuch der drei Berufsverbände der Fächer Neurologie, Psychiatrie und Nervenheilkunde (BDN/BVDP/BVDN). Februar 2025.

Verantwortliche für das Kapitel:

  • Prof. Dr. med. Thomas Duning
  • Prof. Dr. med. Martin Südmeyer

Redaktion:

  • Dr. Martina B. Sintzel